Das Avocado Brot

Aktualisiert: Jan 24


Ein neuer Tag. Du wachst auf. Es ist ein schöner Morgen. Die Sonne kitzelt dich mit ihren Strahlen. Sie sagt guten Morgen durch die halb offenen Jalousien. Halb wach und halb schlafend entscheidest Du Dich dann dazu ganz zu erwachen und in den Tag zu starten. Während Du den Tag willkommen heißt überlegst Du, was Du gleich wohl essen wirst. Ein Avocado Brot? Oder einen Smoothie? Du entscheidest Dich für Haferbrei. Dann überlegst Du was du heute so schönes mit diesem sonnengeküssten Tag anstellen könntest. Es ist ein erster Frühlingstag. Du könntest in die Stadt fahren, Dir etwas Neues zum Anziehen kaufen. Vielleicht würde Dir aber auch Sport gut tun? Ja, Inliner fahren hört sich großartig an. Du zerlegst den Tag in Einzelheiten und pickst Dir für Dich das Beste heraus. Das worauf Du Lust hast. Dabei ersäufst Du fast in einem Meer an Möglichkeiten. Aber hey, Du bist der Kapitän und Du lenkst das Ruder dahin, wo Du hinfahren möchtest. Du suchst Dir Deine Glücksmomente für den heutigen Tag selbst aus. Und das heißt: Haferbrei zum Frühstück, danach eine Runde Inliner fahren und den Rest des Tages lässt Du ungeplant, weil Du auch gerne Raum für Spontanität lässt.

Ist das nicht großartig?


So sieht aber nicht der Morgen von allen Menschen aus. Es gibt Menschen, die wachen auf und die möchten nur eins: gesund sein!

Manchmal erkennt man erst in diesen Momenten, wie wenig man sich in den vergangenen Jahren über Sonnenstrahlen gefreut hat, die sich morgens zärtlich weckend in Dein Schlafzimmer geschlichen haben. Und man wünscht sich einfach unbeschwert aufzuwachen und darüber zu philosophieren, was man denn zum Frühstück essen möchte. Aber noch bevor man an diesen Punkt kommt, überwiegt die Schwere die auf dem Herzen liegt. Ein unbewusstes Gefühl das immer mitschwingt, egal wo man hingeht. Man weiß, das ist kein Morgen an dem ALLES gut ist, an dem man sich treiben lassen kann, an dem man losgelöst von allem den Tag willkommen heißen kann. Denn egal ob Avocado Brot oder Haferbrei, eigentlich will man nur eines: GESUND SEIN!

Das menschliche, aber wie ich finde wirklich schlimme ist, dass uns das erst bewusst wird,wenn unser Leben aus den Bahnen gerät. Erst dann erfahren wir „welches Glück wir vorher doch gehabt haben“. Selten spüren wir dieses Glück im Hier und Jetzt, wo es doch aber eigentlich hingehört.


Ist es nicht makaber, dass wir oft mehr Glück aus der Retro Perspektive empfinden, als in den Momenten in denen das Glück angefallen ist? Das ist menschlich. Aber das ist doch auch völlig irrsinnig. Da stimmst Du mir sicher zu?


Vor allem ist es so unnötig, erst durch einen Schicksalsschlag, eine Krankheit, oder erst wenn Dir Dinge genommen werden, zu erkennen, was man für ein wertvolles Leben besitzt.

Du kannst heute damit anfangen, zu erkennen, welches Geschenk Dein Leben ist. Und machen wir uns nichts vor. In unserem Alltag läuft nicht alles perfekt, oft bleiben viele Fragen offen. „ Hey Leben, ich hab da nochmal ne Frage: Warum hab genau ich den Job nicht bekommen?“ Aber die Wahrheit ist auch, dass selbst in diesen Situationen noch so viel in Deinem Leben im Hier und Jetzt ist, was Dein Leben zu einem Geschenk macht. Die Frage ist, wie du den Fokus setzt. Setze ihn auf die Dinge, die Du hast und nicht auf die, die Du nicht hast. Zerlege Dein Leben dabei weiter in Einzelteile. Brich es auf die kleinsten Dinge herunter, für die Du im Hier und Jetzt dankbar sein kannst. Lebe dabei nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Das heißt nicht, dass man nicht liebevoll auf seine Vergangenheit blicken soll. Ich liebe es auf eine Reise in die Vergangenheit zu gehen und all die schönen Erinnerungen noch einmal zu erleben. Achte hierbei aber darauf, diese Reise in Liebe und dankend vorzunehmen und nicht nach dem Motto „ hätte ich mal lieber“ oder „ damals hatte ich dies und das, heute nicht mehr“. Und dann komm wieder in der Gegenwart an und betrachte das, was Du hier und heute hast. Denn Dein Leben von heute ist die Erinnerung von morgen. Und Du besitzt auch heute schon so viel auf das du dankbar Deinen Fokus legen kannst – Ich entscheide mich jetzt bewusst und freudig ein Avocado Brot zu essen.

Und du?


Liebste Grüße,

Sarah

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